Die österreichische Schriftstellerin Elfriede Jelinek (geb. 1946) nimmt einen besonderen Platz unter den bedeutendsten europäischen literarischen Stimmen der zweiten Hälfte des 20. und des beginnenden 21. Jahrhunderts ein. Als Trägerin des Nobelpreises für Literatur (2004) hat sie ein umfangreiches und gattungsübergreifendes Werk geschaffen, das Romane, Theaterstücke, Essays, Hörspiele, Libretti sowie Texte für das Internet umfasst. Ihr Schaffen ist zugleich literarisches Experiment, politische Intervention und Gesellschaftskritik; ihre Texte lösen dabei häufig starke Reaktionen aus.
Dieser Vortrag bietet einen Einblick in ihr literarisches Gesamtwerk, wobei der Schwerpunkt auf folgenden Themen liegt: Sprache, Demokratie, Politik und kollektives Gedächtnis; Gewalt und Geschlechterrollen; Kapitalismus- und Konsumkritik – einschließlich der Rolle der Medien – sowie Umwelt und Ökologie.
Experimenteller studentischer Kurzfilm „Der Atem-Automat“ (HR 2026)
Anlässlich des 80. Geburtstags von Elfriede Jelinek fanden 2026 in ganz Europa Festivals, Vorträge und Veranstaltungen zu Ehren der Autorin statt. Im Rahmen des Projekts WELT.AUTORIN.JELINEK wurde am 19. Juni 2026 in Warschau erstmals ein experimenteller Kurzfilm von Univ.-Doz. Dr. Iris Spajić und Studierenden des Instituts für Germanistik gezeigt, der auf Elfriede Jelineks Text „Der Atem-Automat“ (2024) basiert. Nach einem Vortrag von Ao.-Prof. Dr. Sonja Novak wird dieses originelle künstlerische Filmwerk dem Publikum in Osijek präsentiert.
Studierende: Nina Ćaćić, Laura Horvat, Lea Kaselj, Mia-Sofi Mišetić, Leon Mudri, Lora Opančar, Anna Papp, Emanuel Rapaić und Ivana Ergotić.
Regie und Kamera: David Tadić
Experimentalfilm, HR 2026, 5 Min., Deutsch.

