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Konferenz

Frauenpolitik – die Zukunft des feministischen Kampfes

Die Konferenz zum Thema Feminismus wird von der Nichtregierungsorganisation Domino in Zusammenarbeit mit dem Museum der Stadt Zagreb und dem Zentrum für Frauenstudien sowie mit Unterstützung des German Marshall Fund of the United States, der Botschaft des Königreichs der Niederlande und der Stadt Zagreb organisiert. Im Rahmen eines zweitägigen Programms wird die Konferenz Expert:innen, Künstler:innen und Politiker:innen zu Podiumsdiskussionen unter dem Dachthema des Feminismus zusammenführen. Die Diskussionen werden verschiedene und zahlreiche Probleme aufzeigen, mit denen wir heute konfrontiert sind, wenn es um die Stellung (und die Verletzung) der Rechte der Frauen geht, angefangen bei den gesetzlichen Rahmenbedingungen, die sie regeln, über die Erziehung zum Feminismus und die Stellung der Frauen im Bildungssystem, die Darstellung von Frauen in den Medien und auf Medienplattformen, Abtreibung, aktuelle aktivistische feministische Strömungen in der Region und darüber hinaus, Kulturpolitik und feministische Kunst sowie neue Bereiche des Kampfes durch die Linse neuer Forschungen von kürzlichpromovierten Expert:innenen auf dem Gebiet des Feminismus.

Aus Österreich nehmen mit Unterstützung des Österreichischen Kulturforums die Galeristin Ema Kaiser und die Leiterin des Wiener Festivals Wienwoche Nataša Mackuljak bei eine Podiumsdiskussion am 2.12. um 16:00 im Cafe Oaza zum Thema Feminismus und Frauenrechte in der Kunst und Kultur. Neben Ema Kaiser und Nataša Mackuljak nehmen noch die Direktorin des Museums der Stadt Zagreb Aleksandra Berberih Slana (Slowenien) und Künstlerinnen Merel Smitt und Keren Levi (Niederlanden). Die Diskussion, die auf kroatischer Sprache stattfindet, wird von der kroatischen Künstlerin Josipa Bubaš moderiert.

Neben dem Hauptprogramm findet am 1.12. im Museum der Stadt Zagreb ein künstlerisches Rahmenprogramm statt. An diesem Abend um 19:30 werden der in Wien lebende kroatische Performer Marko Marković und die Performerin Arijana Lekić Fridrih eine Performance unter dem Titel „Rest in Power“ aufführen, die sich mit Gewalt gegen Frauen und der medialen Darstellung dieses Problems in den letzten Jahren beschäftigt.

Programm der Konferenz:

Über die Festivalteilnehmer:innen aus Österreich:

Ema Kaiser © Nati Badr

Dr. Ema Kaiser ist freiberufliche Kunstberaterin und Kulturmanagerin mit dem Schwerpunkt Frauenförderung für Unternehmen, öffentliche Institutionen und Privatpersonen. Im Jahr 2022 gründete sie ihre eigene Galerie PLAIN ART. Ihr neuestes Projekt node.contemporary startet im März 2023 in einer historischen Wiener Villa. Kooperationen mit der Biennale di Venezia, ERIAC, OFID, Red Bull, ICEP, riotfestival, das weisse haus, Kunstforum Wien, B.LA Art Foundation, Art Vienna und Sothebys. Sie ist Mitbegründerin des Salon im Looshaus sowie des for women only network, im Vorstand des Kunstfördervereins Gesellschaft der Freunde der bildenden Künste und seit 2015 im Vorstand der Wiener Achse. Sie war unter anderem in leitender Funktion für das Francesca Habsburg Thyssen-Bornemisza (TBA21), für Parallel Vienna, das Fotomuseum WestLicht und St. Moritz Art Masters tätig.

Nataša Mackuljak © Olesya Kleymenova

Nataša Mackuljak (geb. 1977 Brčko, Bosnien und Herzegowina) ist Performerin, Multimedia-Künstlerin, Sozialarbeiterin, Kuratorin und Kulturproduzentin. Sie ist derzeit Doktorandin an der Akademie der bildenden Künste, Wien, mit der These Über historische Kontinuitäten zwischen antifaschistischer Frauenaktion und feministischer Performancekunst im ehemaligen Jugoslawien. Drei Jahre lang (2016/17/18) arbeitete sie als künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin des Internationalen und Transkulturellen Festivals für Kunst und Aktivismus – WIENWOCHE. Im November 2013 schloss sie ihr Masterstudium an der Akademie der bildendenKünste Wien in der Klasse für post-konzeptuelle Kunstpraktiken mit der Performance „Bodies, Borders, and the Politics of Transition“ ab. Ihre Kunstprojekte beschäftigen sich mit Fragen der Migration, Prekarität und Gender. Sie studierte Naturwissenschaften und Multimediatechnik an der Universität für Sozialwissenschaften in Udine und arbeitete in Italien an Medienprojekten als Radio- und Fernsehredakteurin von wöchentlichen Sendungen auf Radio und TV Rai 3 (2005–2008). Als Kriegsflüchtling in den 1990er Jahren engagierte sie sich in feministischen Antikriegsbewegungen im ehemaligen Jugoslawien: seit 1994 ist sie Teil der Woman in Black Belgrad; sie war Mitbegründerin und stellvertretende Leiterin der Youth Peace Group Danube, Vukovar, Kroatien (1997–2002); und sie war internationale Projektkoordinatorin für Jugendfragen in Bosnien und Herzegowina durch das Programm der schwedischen Botschaft in Sarajevo (1999–2002).

Marko Marković © Galerie Michaela Stock

Marko Marković (geb. 1983 Osijek, Kroatien) ist Performer. Er schloss sein Studium an der Kunstakademie in Split ab. Er nahm an zahlreichen Ausstellungen, Workshops und Festivals in der ganzen Welt teil. Im Jahr 2011 gewann er den Radoslav-Putar-Preis für den besten jungen visuellen Künstler in Kroatien. Er leitete die Tage der offenen Performance in Split. Von 2012 bis 2014 arbeitete er im New Yorker Studio von Matthew Barney. Seine Arbeiten wurden 2016 im kroatischen Pavillon auf der Architekturbiennale in Venedig präsentiert, und im selben Jahr kuratierte er eine Ausstellung über den Wiener Aktionismus aus dem Archiv des MUMOK. 2019 war er Programmkoordinator einer Zusammenarbeit der Wiener Akademie für angewandte Kunst mit dem Programm der Kulturhauptstadt Europas in Rijeka. In seiner Arbeit setzt er sich kritisch mit politischen und gesellschaftlichen Strukturen auseinander. Sein künstlerisches Interesse gilt vor allem den Transformationsprozessen, die sich zwischen dem Individuum und der Gesellschaft vollziehen. In seinen Arbeiten untersucht er das Verhältnis zwischen Unter- und Überlegenheit sowie die Position der Macht in verschiedenen geopolitischen Systemen.

Frauenpolitik – die Zukunft des feministischen Kampfes
© Domino