Kuratorinnen: Jerica Ziherl und Sabina Oroschi
Eröffnung: 21.09. – 18:00
Hanakam & Schuller entwerfen ein 3D-animiertes Grotto für den LCD-Bildschirm – ein digitales Trompe-l’œil – eingebettet in eine ornamental gestaltete Höhle, eine Groteske, als Prototyp des stilisierten organischen Ornaments. Das Werk spielt in diesem fiktiven Grottenszenario mit dem Element Wasser als Erzählerstimme. Die Erzählstimme basiert auf Ovids Versen aus den Fasti, nämlich der Egeria-Szene, in der sich die Wassernymphe, die Figur einer weiblichen Beraterin, in die Quelle selbst verwandelt.
Die Arbeit ist ein spielerischer Kommentar zu den meist anonymen Designs der Youtube-Relax-Screens.
Markus Hanakam und Roswitha Schuller sind ein deutsch-österreichisches Kunstduo mit Atelier in Wien. Ihre Arbeiten zeigen ein Interesse an Objekten, die Hybride zwischen Kunst-, Design- oder Alltagsgegenständen sind. Dabei kommen digitale Produktion, Bewegtbild, 3D-Anwendungen und interaktive Werke ebenso zum Einsatz wie auch physische Objekte und angewandten Kunstformen.

