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Visuelle Kunst

Karin Ferrari: Paranjolly Symphony. How the Towers Learned to Dance

Galerija Rigo, Velika ulica 5

Eröffnung der Ausstellung in Anwesenheit der Künstlerin am 4.10. um 19 Uhr.

Die Ausstellung „Paranjolly Symphony. How the Towers Learned to Dance“in der Galerie Rigo des Museums Lapidarium ist eine Weiterentwicklung einer transdisziplinären, künstlerischen Forschung über pseudo-sakrale Architektur, die die Künstlerin seit 2018 verfolgt. Pseudo-sakrale Architektur sind Gebäude wie Banken, Hotels und Einkaufszentren, die sakrale Elemente imitieren. Nach Projekten zu den“Rooftop Temples in New York City“sowie Wellnesstempeln und Hotelkultstätten in Südostasien hat Karin Ferrari in Istrien, ein weiteres faszinierendes Thema gefunden: historische Wehrtürme, die später zu Kirchtürmen umfunktioniert wurden. Diese Recherche begann im Herbst 2023 während eines Artist-in-Residence-Aufenthalts in Kuberton, von der Galerie Krinzinger in Kooperation mit dem Museum Lapidarium.

Das Projekt erforscht den überlappenden Funktions- und Imaginationsraum von Verteidigungs- und Sakralarchitektur, der sich in einer ähnlichen Formsprache manifestiert. Es geht einerseits spezifisch um die Wehrtürme in Istrien, die zu Kirchtürmen umfunktioniert wurden, und darüber hinaus um eine allgemeine Auseinandersetzung mit Vertikalität und den vielfältigen Bedeutungsebenen ihrer ambivalenten Symbolik – von Überwachung und Kontrolle bis hin zu Überblick und Spiritualität. In einem weiteren Schritt wird die Symbolik von Vertikalität und ihren Auswirkungen in anderen zeitgenössischen Kontexten untersucht und mit Phänomenen der Gegenwart verglichen: vom Doomscrolling in der vertikalen Struktur von Social Media über Hochhäuser bis hin zu Mobilfunkmasten und Satellitentürmen.

Karin Ferrari hat Malerei und Kunst- und Kulturwissenschaften an der Akademie der Bildenden Künste Wien studiert. Sie verwendet Bilder der globalen Medienkultur und Artefakte aus der Alltags- und Popkultur, um die Gegenwart zu untersuchen.

Die Ausstellung von Karin Ferrari wird vom Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport der Republik Österreich sowie von der Abteilung für deutsche Kultur der Autonomen Provinz Bozen–Südtirol unterstützt. Das Plakatbild entstand im Rahmen des BMKÖS-Forschungsstipendiums KI in den Künsten.

https://karinferrari.com