Im Rahmen des Programms Kritische Dramaturgie: außer Kontrolle und Laute Frage findet die Performance Alalazo der Tanz- und Stimmkünstlerin Veza Fernández statt.
Alalazo von griechisch ἀλαλά (= jubeln) ist ein Kraftruf einer und gleichzeitig vieler Stimmen. Gemeinsam ziehen sie in die Schlacht, schreien, jubeln, leisten Widerstand und erzeugen ein Stöhnen ekstatischer Freude. Alalazo ist die Stimme, die schamlos herausdrängt, um alle Vorurteile und Prozesse zu übertönen, die sie im Laufe der Geschichte verstummen ließen. In ihrem Solostück Alalazo kreiert Veza Fernández einen durch Mark und Bein gehenden Tanz mit ihrer schreienden Stimme und einem magisch-elektronischen Soundtrack, komponiert von Rana Farahani (aka Fauna). Die Performerin erforscht die überragende Kraft der weiblichen* Stimme und dringt dabei zu deren äußersten Rändern vor. So entsteht eine körperliche und emotionale Klangerfahrung, die das Publikum gänzlich einbezieht und die Dramen, Welten und Erzählungen schreiender Körper für jede*n spürbar macht.
Veza Fernández ist eine in Wien lebende Tanz-, Stimm- und Performancekünstlerin. Ihre Arbeit beschäftigt sich mit der Poetik und Politik des Ausdrucks als Ort der Beziehung, der Imagination und der Transformation. Sie verschränkt Singen, Schreiben, Tanzen und Sprechen als körperliche Formen des Studiums, des Experimentierens und der Performance. Veza Fernández’ Hintergrund erstreckt sich über die Bereiche Philologie, Pädagogik, Theater, Musik und zeitgenössischen Tanz. Sie hat einen Master in Choreografie von der DAS Graduate School (Amsterdam Academy for Theatre and Dance). Ihre Arbeit wurde u. a. im brut Wien, im Tanzquartier Wien, in den Sophiensaelen Berlin, in der Gessnerallee Zürich, im de Singel Antwerpen oder in La Casa Encendida Madrid gezeigt.
Konzept und Performance: Veza Fernández
Organisation: Kurziv – Platforma za pitanja kulture, medija i društva, Savez scenarista i pisaca izvedbenih djela – SPID, Umjetnička organizacija Multimedijalna koliba
Organisatorinnen: Nina Gojić, Lana Hosni, Hana Sirovica
Produktion: Petra Begović (Kurziv), Eva Holzinger (mollusca productions)
Technische Unterstützung: Filip Pacak, Andrija Santro
Dizajn: Zoran Đukić
Musik: Rana Farahani (aka Fauna)
Raum und Kostüme: Sarah Sternat
Lichtgestaltung: Christina Bergner
Tongestaltung: Lukas Froschuaer
Mitarbeiter:innen am Projekt: Lau Lukkarila, Jamila Johnson-Small, Raoni Muzho Saleh, Paula Montecinos
Eine Koproduktion von brut Wien und Verein für Expressive Angelegenheiten.

