Regie: Jannis Lenz, Deutschland/Österreich, 2026, 118 min
Ein Streit auf dem Schulhof eskaliert. Statt sich den Anschuldigungen der Erwachsenen zu stellen, suchen drei Außenseiter Zuflucht in der Natur, wo sie sich fernab der Gesellschaft ihre eigenen Regeln und Normen kreieren.
In seinem Spielfilmdebüt „Oase“ erzählt Jannis Lenz eindringlich von Jugendlichen, die versuchen, sich in einer Welt voller Animositäten und Konflikte zurechtzufinden. Während auch die Elterngeneration zunehmend an den Problemen ihrer Kinder verzweifelt, suchen die drei Freunde nach einer alternativen Form des Zusammenlebens. Dabei erkunden sie ihre Körper und die Spuren, die Gewalterfahrungen in ihnen hinterlassen.
Schonungslos ehrlich, bisweilen brutal und schmerzhaft intensiv, eröffnet „Oase“ zugleich Momente von berührender Poesie. Ein Film über Verletzlichkeit, Zugehörigkeit und die Sehnsucht nach einem Ort, an dem man einfach sein darf.