Regie: Markus Schleinzer, Österreich/Deutschland, 2026, 94 min
Mitten in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges taucht ein geheimnisvoller Soldat in einem abgelegenen protestantischen Dorf auf. Schweigsam, schmal und von einer auffälligen Narbe gezeichnet, behauptet der Fremde, rechtmäßiger Erbe eines längst verlassenen Gutshofs zu sein. Ein Dokument soll seinen Anspruch belegen – sehr zum Missfallen der Dorfgemeinschaft.
Doch der Fremde ist entschlossen, sich eine neue Existenz aufzubauen und endlich Anerkennung und Zugehörigkeit zu finden. Dabei verbirgt er ein folgenschweres Geheimnis: Er lebt unter falschem Namen, mit falscher Identität und gibt sich als anderes Geschlecht aus. Um sein Ziel zu erreichen, ist er sogar bereit, sich auf eine scheinbar unmögliche arrangierte Ehe mit der Tochter eines wohlhabenden Großbauern einzulassen.
In einer Zeit, die von Krieg, religiösen Konflikten und starren gesellschaftlichen Normen geprägt ist, entspinnt sich eine Geschichte über Identität, Selbstbestimmung und den unbeirrbaren Willen, das eigene Schicksal in die Hand zu nehmen. Denn wer bereits so weit gegangen ist, für den scheint plötzlich alles möglich.